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Zubehör für deinen Hühnerstall

Auch wenn es vielleicht noch nicht so viele Artikel für Hühner gibt als wie für Hund, Katze und Co: die Auswahl wird immer größer. Wusstest Du zum Beispiel, dass es spezielle Hühnerschaukeln gibt? So manches Huhn ist ganz wild darauf, und einige Hühner stehen sogar Schlange dafür. Warnwesten in Pink oder Neongelb sind ebenfalls der letzte Schrei. Natürlich brauchen Hühner in der Regel keine Kleidung, manchmal kann sie aber ganz nützlich sein: Beispielsweise beim Freigang von frisch geretteten Batteriehühnern oder Tieren, die aus anderem Grund über ein der Witterung nicht angemessenes Federkleid verfügen.

Apropos „nicht angemessenes Federkleid“: Es gibt sogar ein spezielles Federglanz-Spray für das Huhn von Welt. Nun gut, darauf hast Du als angehender Hühnerbesitzer wohl nicht gerade gewartet. Die Frage, ob Du solche Dinge brauchst, kannst Du getrost hinten anstellen. Wesentlich wichtiger ist zunächst, dass die Grundausrüstung deines Hühnerstalls steht, bevor Du an weiteres Zubehör denkst.


Grundausrüstung – Futter- und Wasserbehälter

An vorderster Stelle stehen hier Dinge wie ein Auslaufgehege sowie Futter- und Wasserbehälter. Ein kleines Auslaufgehege bringen viele Ställe schon mit, allerdings sind diese für den täglichen Freilauf meist zu klein. Wenn die verwendete Wiese nicht bereits hühnersicher eingezäunt ist, kannst Du mit einem mobilen Steckzaun die gewünschte Fläche abgrenzen. Hierfür gibt es auch spezielle Modelle für die Hühnerhaltung, zum Teil auch als Elektro-Variante. Bei einigen Ställen kannst Du das integrierte Gehege noch mit zusätzlichen Modulen erweitern. Falls es zu viel regnet oder schneit, greifst Du zu einer Abdeckung für die Voliere. Abdeckungen gibt es zum Beispiel in Form einer transparenten Kunststoffabdeckung. Wenn es dir auch auf Sonnenschutz ankommt, ist eine undurchsichtige Plane besser geeignet.

Futter- und Wasserbehälter sind bei manchen Ställen schon mit dabei. Manche verwenden hier einfache Näpfe, sogenannte Futter- bzw. Wasserautomaten nehmen dir jedoch Arbeit ab und halten Futter und Wasser sauber. Damit auch in der kalten Jahreszeit das Wasser wohltemperiert ist, gibt es verschiedene Heizmöglichkeiten für die Tränke. Falls Du Bedenken haben solltest, ob es bei starkem Frost im Stall warm genug ist, gibt es spezielle Wärmekissen, die Du in der Mikrowelle erhitzen kannst. Die Wärme wird dann für bis zu 10 Stunden abgegeben.

Für die Befüllung des Futterbehälters steht eine große Auswahl an Hühnerfutter zur Verfügung, auch in Bio-Qualität. Für die Feinschmecker unter den Hühnern gibt es sogar spezielles Hühnerpopcorn, zum Beispiel in der Geschmacksrichtung Knoblauch. Fehlen nur noch Leinwand, Beamer und ein Vampirfilm Für Portionierung, Lagerung und Transport des Futters bekommst Du Futterschaufeln, Eimer und Futtertonnen.


Leckereien für Ihre Hühner

Neben diversen Grundfuttermitteln und Leckereien gibt es auch spezielle Vitaminmischungen und Tinkturen. Füttere hier nicht einfach nach dem Motto „viel hilft viel“. Informiere dich über den Bedarf und passe dann eventuelle Beigaben dem Basisfutter an. Das schont dann sowohl deinen Geldbeutel als auch die Gesundheit deiner Hühner, da eine Überdosierung nicht nur nichts bringt, sondern sogar schädlich sein kann. Ergänzungsfutter gibt es für alle Lebenslagen – zum Beispiel den „Poultry Drink“, der Hühner in der Mauser und der kalten Jahreszeit unterstützen soll. Auch purer, getrockneter Knoblauch findet sich unter den Zusätzen – er hilft allerdings leider nicht dabei, unerwünschte nächtliche Raubtiere fernzuhalten. Dafür hat er eine neutralisierende Wirkung auf den Hühnerkot und soll generell die Gesundheit unterstützen. Naturbelassener Apfelessig ist ebenfalls ein beliebtes Mittel, um das gesundheitliche Gleichgewicht der Hühner zu fördern.

Interessant in Hinblick auf die Qualität der Eier können spezielle Omega-Ölmischungen sein. Diese solltest Du auf jeden Fall kühl und dunkel lagern. Schaue hier nicht zu sehr auf den Preis – damit das Öl nicht schlecht wird, solltest Du eine Flaschengröße wählen, die in wenigen Wochen aufgebraucht wird. Sollten die Eierschalen nicht robust genug sein, probiere doch den „Egg Shell Improver“ oder ähnliche Produkte. Es liefert dem Huhn genau die Mineralstoffe, die es für die Produktion einer kräftigeren Eierschale braucht. Besonders bei Hühner, die aus der Legebatterie gerettet wurden, ist so etwas sehr zu empfehlen.


Einstreu

Als Einstreu kannst Du einfach Heu oder Stroh verwenden. Achte dabei auf gute, schimmelfreie Qualität. Muffig oder staubig riechende Einstreu solltest Du links liegen lassen. Neben Heu ist Gerstenstroh besonders weich, außerdem ist es relativ staubarm. Wenn Du in deiner Umgebung nicht an gutes Heu oder Stroh kommst, kannst Du es dir auch liefern lassen. Holzspäne sind ebenfalls eine Alternative. Noch besser als Einstreu aus Holz oder Stroh absorbiert Hanfeinstreu wie Aubiose.

Um die Einstreu noch besser trocken zu halten, gibt es absorbierende Puder, die Du unter die Einstreu geben kannst. Einige davon wirken antibakteriell und helfen, den Ammoniakgehalt in der Luft zu reduzieren.


Verletzungsvorsorge/behandlung

Sollte sich ein Huhn verletzt haben, kannst Du es bei Bedarf mit entsprechendem Desinfektionsmittel behandeln – oft in Form des bekannten „Blausprays“. Falls die Verletzungen durch Picken der anderen Hühner kommen, gewöhnt ihnen ein „Anti-Federpicken-Spray“ diese Unart recht schnell ab. Vergewissere dich aber auf jeden Fall, dass das Federpicken seine Ursache nicht in einem zu kleinen Stall oder zu wenig Beschäftigungsmöglichkeiten wie Scharren in der Einstreu hat. Eine weitere Ursache kann in einem Natriummangel liegen. Dies lässt sich nach Rücksprache mit dem Tierarzt mit einer Salzlösung beheben. Bei hartnäckigen Fällen kannst Du auf Nasenringe für Hühner zurückgreifen. Damit kann ein Huhn noch essen und trinken, andere Tiere aber nicht an Federn oder Haut ziehen. Manchmal muss ein Huhn letztendlich separiert werden, weil es seine Angewohnheit nicht mehr ablegt und damit auch noch die anderen Hühner ansteckt.


Reinigung

Zur Reinigung des Hühnerstalls gibt es eine breite Produktauswahl. Hier kannst Du aus verschiedenen Reinigern und Desinfektionsmitteln wählen. Sollte es zu einem Milbenbefall gekommen sein, erhältst Du verschiedene „Milbenkiller“. Hier lässt Du dich aber am besten vom Tierarzt beraten. Zur Vorbeugung ist Diatomeen-Erde sehr beliebt.

Auch für die Eier gibt es spezielle Reinigungsmittel. Darüber hinaus erhältst Du bei entsprechenden Händlern auch Zubehör, um die Eier zu lagern oder zu transportieren. Neben den bekannten Eierschachteln für den weiteren Transport gibt es zur Zwischenlagerung Eierspiralen und -rampen. Diese sind für den mehrfachen Gebrauch hygienischer, da die Eierschachteln nicht sinnvoll gereinigt werden können. Wenn Du deinen Hühnern erst noch zeigen musst, wo sie ihre Eier ablegen sollen, kannst Du statt Gipseiern sogenannte Flummy-Eier verwenden. Sobald die Hühner Bescheid wissen, kannst Du sie immer noch verwenden, um deine Jonglierkünste auf Vordermann zu bringen.

Apropos Transport: wenn Du einen feststehenden kleineren Stall hast, kannst Du diesen zum Teil später noch zu einem mobilen Stall umrüsten. Hierfür gibt es spezielle wartungsfreie Räder sowie auch Fahrzeuganhänger.

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