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Bauanleitung für einen Hühnerstall

Einen Hühnerstall selbst zu bauen muss kein Hexenwerk sein. Wenn Du über ein gewisses handwerkliches Geschick verfügst und vielleicht noch ein paar Leute zur Hand hast, die dir dabei helfen, geht es schneller als gedacht.


Als erstes ermittelst Du die richtige Stallgröße. Teile die Hühnerzahl durch drei, und Du hast die Mindestquadratmeterzahl für mittelgroße Hühner. Am besten rundest Du noch großzügig nach oben auf, damit deine Hühner genügend Platz haben. Bei drei Hühnern oder mehr ist es von Vorteil, wenn Du selbst den Stall ebenfalls betreten kannst.

Hier siehst Du, wie ein Stall für acht bis zehn Hühner von oben aussehen könnte. Wenn Du nur eine Sitzstange anbringen willst, reicht er eher für maximal fünf Hühner – Du kannst in diesem Fall bei Bedarf die Länge des Stalls auf 1,5 Meter begrenzen und ein etwas kleineres Fenster einbauen. Die Höhe sollte ca. 2 Meter betragen.

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Vor dem Aufbau solltest Du dich zunächst beim Bauamt erkundigen, ob Du den Stall genehmigen lassen musst, um keine unangenehme Überraschung zu erleben. Eventuell kann es aber auch ausreichen, deinen Stall zu einer mobilen Version umzufunktionieren, da mobile Hühnerställe meist kostenlos sind. Der Untergrund sollte eben und trocken sein. Etwas Abstand zwischen Boden und Stall lässt Luft zirkulieren, damit keine Feuchtigkeit aufsteigt.


Dann steht der Materialkauf an: Achte auf hochwertiges, gut verarbeitetes Holz mit ausreichender Dicke. Damit es dem Wetter standhält, versiehst Du es mit einem Schutzanstrich. Um deine Gesundheit und die deiner Hühner zu schonen, verwendest Du ein möglichst schadstoffarmes Produkt. Diese sind häufig mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet. Damit Scharniere und andere Metallteile nicht ausleiern oder schwergängig sind, solltest Du auch hier lieber auf die Qualität statt auf den Preis achten.


Die Sitzstange bringst Du im oberen Drittel des Stalls an. Pro Huhn rechnest Du mindestens 30 cm Stangenbreite. Falls Du zwei Stangen anbringen möchtest, sollten diese möglichst auf der gleichen Höhe sein, da manche Hühner sonst Kämpfe um den besten Platz austragen. (aus Hühnersicht der oberste). Da die Sitzstangen für die Nachtruhe dienen, planst Du ausreichend Abstand zum Fenster ein. Herausnehmbare Stangen sind ideal, damit Du sie regelmäßig gründlich reinigen kannst. Der Durchmesser sollte je nach Hühnergröße 5 Zentimeter oder kleiner sein.


In einer Höhe von etwa einem Meter über dem Boden bringst Du unter der Sitzstange ein Kotbrett an. Gut geeignet sind Bretter, die mehrmals mit Teer behandelt wurden. Damit deine Hühner sauberer bleiben, kannst Du mit einer Handbreit Abstand ein Drahtgitter über dem Kotbrett befestigen. Damit das Kotbrett nicht durchbiegt, kannst Du es mit Längslatten abstützen.


Das Legenest liegt am besten an einer abgedunkelten und erhöhten Stelle, zum Beispiel unter dem Dach. Wenn deine Hühner nicht gerade ihre Eier selbst fressen, reicht für den Anfang eine Holzkiste aus. Ansonsten holst Du dir ein Europanest, bei dem das Ei schnell in Sicherheit ist. Bei fünf bis zehn Hühnern sollten es zwei Nester sein. Heu, Stroh oder Sägespäne bieten ein weiches Polster. Mit ein paar Gips- oder Gummieiern wissen die Hühner sofort Bescheid, was der ideale Ablageort ist.


Das Fenster zeigt nach Möglichkeit Richtung Südosten, damit es im Stall schon früh hell ist und die Hühner besser zum Eierlegen angeregt werden. Im Sommer kannst Du es für bessere Belüftung durch ein stabiles Drahtgitter ersetzen. Dieses versiehst Du oben an der Außenseite mit einem Wetterschutz, damit es nicht so leicht in den Stall regnet. Falls das Dach weit genug darüber hinaus ragt, ist dies nicht zwingend nötig.


Beim Dach ist es von Vorteil, wenn Du es aufklappen kannst. Auf Dachpappe verzichtest Du besser, da sich dort Milben gerne einnisten und nicht mehr daraus zu entfernen sind. Ziegel oder andere Alternativen sind hier die bessere Lösung.

Die Stallwand errichtest Du als Doppelwand, damit Du sie mit Isoliermaterial füllen kannst. Damit kommen deine Hühner gut durch den Winter. In frostfreien Lagen kannst Du gegebenenfalls darauf verzichten. Unter den Boden ziehst Du noch ein engmaschiges Gitter, damit Fressfeinde draußen bleiben. Aus demselben Grund brauchst Du eine Klappe, die Du nachts abschließen kannst. Diese sollte etwa 25 Zentimeter breit und 40 Zentimeter hoch sein. Damit die Einstreu im Stall bleibt, hältst Du einen Abstand von ca. 30 Zentimetern zum Stallboden ein.


Futter und Wasser bietest Du am besten in entsprechenden Automaten an, die Du etwas erhöht aufstellst. So vermeidest Du unnötige Verschmutzungen und musst dich nicht täglich um Nachschub kümmern. Ein paar Körner Hühnerfutter in der Einstreu regen die Hühner zum Scharren an und sorgen so für Beschäftigung. Für die Einstreu eignen sich neben Stroh und Heu Erde und Sand – hier kannst Du auch ein paar unterschiedliche Zonen einrichten.


Ein großes Thema ist auch beim Eigenbau der Milbenschutz. Glattes Holz, der Verzicht auf Dachpappe sowie abgedichtete Ritzen sorgen dafür, dass der Stall leicht zu reinigen ist und sich Milben nicht so einfach festsetzen.

 

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